Nach dem großen Kirchenfest zum Doppeljubiläum von Kirche und Pfarrei Anfang Juni durfte die Pfarrei Zell am Sonntag bereits den nächsten besonderen Festtag feiern: Zahlreiche Gläubige kamen zur Nachprimiz des Neupriesters Klaus Schülein, der während seiner Priesterausbildung sein Jahrespraktikum in der Pfarreiengemeinschaft Wald/Zell absolviert hatte. Im vergangenen Dezember fand zudem in Zell seine Diakonenweihe statt – ein bislang einmaliges Ereignis, das den Auftakt zum neuen Kirchenjahr und zum Doppeljubiläumsjahr auf besondere Weise prägte.

Bereits im Eingangsbereich der festlich in Gelb und weiß geschmückten Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, begrüßte ein kunstvoll gestalteter Blumenteppich die Kirchenbesucher. Das bewährte Team hatte dabei das Primizmotto „Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“ eindrucksvoll in Szene gesetzt. Gemeinsam mit Pfarrvikar Tinu Nedumbakaran, Dekan Ralf Heidenreich, Pastoralreferent Thomas Probst und zwölf Ministranten aus der Pfarreiengemeinschaft zog Neupriester Klaus Schülein in die Kirche ein.

Unter den Gottesdienstbesuchern waren unter anderem Schwester Birgitta, Vertreter der Gemeinderäte und des Pfarrgemeinderates, Zells dritter Bürgermeister Edi Fichtl, die Walder Bürgermeisterin Barbara Haimerl sowie Schüleins Mutter, die eigens aus Übersee am Chiemsee angereist war. Auch zahlreiche Vereine nahmen mit Fahnenabordnungen teil. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Kirchenchor Zell unter der Leitung von Michaela Kangler-Lang sowie der Projektchor Wald unter der Leitung von Thomas Schön.

Dekan Ralf Heidenreich gratulierte dem Neupriester nochmals zur Priesterweihe, die Schülein am 27. Juni im Regensburger Dom durch Bischof Rudolf Voderholzer empfangen hatte und zur feierlichen Primiz, die er am Sonntag, den 28.6. in seiner Heimat in Übersee am Chiemsee feierte. Nach den Lesungen und dem Evangelium griff der Primiziant das Gleichnis vom Sämann auf. „Der gute Boden stehe für Menschen, die Gottes Wort aufnehmen, verstehen und im Glauben wie auch im täglichen Handeln Frucht bringen“, so der Neupriester.

Nach dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott, wir loben dich“ spendete Klaus Schülein den feierlichen Nachprimizsegen. Im Anschluss erteilte er allen Gläubigen, die dies wünschten, den persönlichen Einzelprimizsegen. Vor der Kirche klang die Feier bei einem Stehempfang mit Getränken und Handgebäck aus. Pfarrgemeinderatssprecher Josef Haimerl überreichte im Namen des Pfarrgemeinderates eine Geldspende für die Anschaffung eines Priestergewandes oder einer Stola. Die Nachprimiz in Zell des Neupriesters war Ausdruck der Verbundenheit mit der Pfarreiengemeinschaft, in der er einen wichtigen Abschnitt seiner Ausbildung verbrachte. Nun geht es ab 1. September dann zur ersten Stelle als Kaplan, die Klaus Schülein in der Pfarrei St. Georg in Amberg antreten wird.

