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Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell
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Zweite Zeller Kirchenführung im Doppeljubiläumsjahr

Zur zweiten Kirchenführung im Doppeljubiläumsjahr begrüßten Anna Stubenrauch und Karl Kotz, rund 30 Interessierte vergangenen Sonntagnachmittag, in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Dekan Ralf Heidenreich bedankte sich für das Engagement und stellte den druckfrisch erschienenen Kirchenführer vor. Anschließend gab es spannende Einblicke in die Geschichte der Heimatkirche.

So manches gab es zu entdecken, was beim alltäglichen Kirchenbesuch oft nicht auffällt. Die beiden Redner, die zudem maßgeblich an der Entstehung der Festschrift des Jubiläums und auch des Kirchenführers beteiligt waren, ließen die Geschichte der Kirche wie Pfarrei, anhand wertvoller Informationen lebendig werden.

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Von der Entstehung bis heute

Die im neugotischen Stil erbaute Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde nach achtjähriger Bauzeit 1886 von Bischof Ignatius von Senestrey eingeweiht. Eine Gedenktafel im Eingangsbereich erinnert an Pfarrer Joseph Thaller, der 35 Jahre in Zell wirkte und als Erbauer der Kirche gilt. Trotz seines bereits fortgeschrittenen Alters begleitete er die Planung und den Bau des Gotteshauses. Für die Bauausführung war Maurerpolier Alois Janker aus Hofdorf verantwortlich, die Zimmererarbeiten übernahm Wilhelm Becher aus Kiesried.

Der Kirchenbau war allerdings auch von einem tragischen Unfall überschattet, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Die Innenausstattung wurde ab 1884 angefertigt. Aus der Werkstatt Würff in Amberg stammen unter anderem der Hochaltar, die Seitenaltäre, die Kanzel und die zwölf Apostelleuchter. Die Orgel wurde aus der alten Kirche übernommen. Im Laufe der Jahrzehnte folgten zahlreiche Renovierungen und Veränderungen. 1931 wurden sechs Glocken geweiht, von denen fünf während des Zweiten Weltkriegs für die Kriegsindustrie abgegeben werden mussten. 1949 fand eine erneute Glockenweihe statt. 1986 feierte die Pfarrei das 100-jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche.

Von 1997 bis 2001 folgte eine umfassende Kirchenrenovierung. Seit dem Jahr 2000 bilden Zell und Wald eine Pfarreiengemeinschaft. Unvergessen ist für viele das Pfarrfest 2001 mit Altarweihe durch Bischof Manfred Müller und der Bibelfestzug, an dem sich das ganze Dorf mit seinen Vereinen beteiligte. Im Jahr 2015 wurde der Turm nach Sturmschäden saniert. Drei Jahre prägte das Gerüst das Erscheinungsbild. Der Bau der Toilettenanlage, weitere Urnengräber und Corona prägten die weiteren Jahre bis zum Jubiläumsjahr.

Kleine Details mit großer Bedeutung

Bei der Führung lenkten Stubenrauch und Kotz den Blick auch auf besondere Details der Kirchenausstattung. So ist der Osterkerzenständer in Form zweier Hände gestaltet, die die Osterkerze halten. Auf den Kerzen der 12 Apostelleuchter sind die Namen der Apostel zu lesen und werden in der Osternacht entzündet. Die Wandmalereien und noch vieles mehr wurden erklärt. Auch das ehemalige Hochaltarbild, das die in den Himmel aufgenommene Muttergottes zeigt, befindet sich heute in der Paramentenkammer, die im Rahmen der Führung ebenfalls besichtigt werden konnte.

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700 Jahre Pfarrei und 140 Jahre Pfarrkirche – Blick auf die Pfarrei heute

Mit Rückblick auf die Entstehung der Pfarrei ging es weiter bis zum Doppeljubiläum 2026, die sogleich eine besondere Überraschung bereit hatte: eine bisher nie dagewesene Diakonenweihe - ein außergewöhnlicher Auftakt. Mit vielen Details wurde die Kirchenführung zu einer kurzweiligen Zeitreise durch die Geschichte der Pfarrei und Kirche. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Lied „Jungfrau, Mutter Gottes mein“, dass bei der Führung im März von Sigrid Rothhammer und bei der zweiten Kirchenführung von Thomas Schön vorgetragen wurde. Zum Abschluss stimmten alle Besucher gemeinsam das Lied „Ein Haus voll Glorie“ an.

Info:

Wer mehr über die Pfarrkirche und die Geschichte der Pfarrei erfahren möchte, findet Weiteres in der aktuellen Festschrift und im neu erschienenen Kirchenführer. Beides gibt es im Pfarrbüro Zell zu erwerben.

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