Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, auch „stille Woche“ genannt, in der an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz gedacht wird. Wenn auch der „Palmator“ am Adlersberg viel mehr Besucher anzog, kamen dennoch etliche Gläubige sowie die Kommunionkinder mit ihren Eltern zum Pfarrhof Zell, um dort bei der Segnung der Palmbuschen dabei zu sein. Pfarrer Tinu Nedumbakaran und Pastoralreferent Thomas Probst hießen dazu alle willkommen.
Die Kinder hatten bereits vergangene Woche ihre Palmbuschen gestaltet und so wurden die vielen selbstgebastelten Werke, aus Buchs- und Weidenkätzchen mit Papierrosen wie vielen bunten Bändern gesegnet. Traditionell wird dieser dann im Herrgottswinkel zuhause hinter das Kreuz gesteckt, was vor Unheil bewahren soll. Pfarrer Tinu verlas das Evangelium, dass vom feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem berichtete. „Er zog auf einem Esel in die Stadt ein, auf einem Tier der einfachen Leute – als Friedenskönig“, sagte der Priester. Die Menschen jubelten ihm zu und legten ihre Kleidungsstücke auf den Boden und streuten Palmzweige auf den Weg. Dabei rief das Volk Hosianna, was so viel wie „Hilf doch“ – heißt, ein Ausdruck der Hoffnung und des Vertrauens in Jesus.
Danach zogen die Gläubigen mit der Geistlichkeit und von den Kommunionkindern vorbetend, in einer Prozession, zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Nach den Lesungen trugen die beiden Lektorinnen Michaela Meindl und Anna Stubenrauch gemeinsam mit Pfarrer Tinu die Leidensgeschichte Jesu vor. Bei den Fürbitten wurden die Kommunionkinder nochmals aktiv in die Messe miteingebunden. Pfarrer Tinu lud zum Ende des feierlichen Gottesdienstes die Gemeinde zum Triduum ein. Vom Gründonnerstag, wenn die Orgel verstummt sowie die Glocken - die dem Volksglauben nach, nach Rom fliegen – und erst wieder in der Osternacht, die Auferstehung Christi lautstark verkünden.