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„Wer singt, der betet doppelt“ - Jubiläumskonzert in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Besinnliche Klänge und langjährige Treue zum Chorgesang beim Doppeljubiläum
Im Rahmen des Doppeljubiläums 700 Jahre Pfarrei Zell und 140 Jahre Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt fand am letzten Sonntag, am späten Nachmittag ein festliches Jubiläumskonzert mit Ehrungen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt statt. Der Kirchenchor Zell und die Gruppe Jericho wechselten sich mit ihren Darbietungen ab und gestalteten eine besinnliche Stunde, die zum Zuhören, Innehalten und zur „Ruhe kommen“ einlud. Mit ihren stimmungsvollen Chorgesängen berührten die Sänger die Herzen der zahlreichen Konzertbesucher.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem Lied „Jesus Christ, You Are My Life“, bei dem die Besucher anhand der ausgelegten Liederhefte zum Mitsingen eingeladen waren. Anschließend begrüßte Dekan Ralf Heidenreich die Anwesenden und stimmte mit einem nachdenklichen Psalm auf die musikalische Stunde ein. Unter der Leitung von Sigrid Rothhammer präsentierte die Gruppe Jericho drei Stücke: „Jede Zeit hat ihre Lieder“, „Alles ist eitel“ sowie das bekannte und besonders berührende „Amazing Grace“, das bei vielen Zuhörern für Gänsehaut sorgte.

Im Anschluss übernahm der Kirchenchor Zell unter der Leitung von Michaela Kangler-Lang. Mit „Now Let Us Sing“, einem Friedenslied und „Ubi Caritas“ zeigte der Chor die Vielfalt und Ausdruckskraft seines Repertoires. Die Darbietungen beider Chöre wurden jeweils mit Applaus belohnt. Im Wechsel präsentierten die beiden Zeller Chöre ihr Können und überzeugten durch ihre stimmige Interpretation und die gefühlvollen Klänge. Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags waren die Ehrungen verdienter und langjähriger Chormitglieder.

Für ihre langjährige Treue zum Chorgesang wurden ausgezeichnet:
25 Jahre: Susanne Gebhardt
30 Jahre: Andreas Meyer
35 Jahre: Marianne Seidl
45 Jahre: Petra Meier
70 Jahre: Marianne Rothhammer

Jedes geehrte Chormitglied erhielt einen Blumengruß, eine Urkunde sowie ein Brotzeitbrett. Mit einem persönlichen Applaus würdigten die Konzertbesucher die langjährige Verbundenheit der Geehrten mit den Chören. Besonders langanhaltend war der Applaus für Marianne Rothhammer, die auf unglaubliche 70 Jahre Chorzugehörigkeit beim Kirchenchor Zell zurückblicken kann – und dabei auch von ihren Chorkollegen besonders gefeiert wurde. „70 Jahre?, fragte Dekan Heidenreich – so alt ist sie ja noch gar nicht“, resümierte er mit einem Augenzwinkern und überreichte ihr ein Präsent.
Dekan Ralf Heidenreich würdigte in seinen lobenden Worten das Engagement und die Treue der Sängergruppen. Gerade die 70-jährige Chorzugehörigkeit von Marianne Rothhammer zeige auf beeindruckende Weise, was es bedeutet, eine Aufgabe mit Herzblut und Leidenschaft über Jahrzehnte hinweg auszuüben. Zugleich könne eine solche Begeisterung auch nachfolgende Generationen anstecken und damit Gemeinschaft stärken und Menschen miteinander verbinden. „Wer singt, der betet doppelt“, erinnerte der Dekan und ermunterte zugleich alle Interessierten, sich in den Chören einzubringen. Wer Freude am gemeinsamen Singen habe und einfach einmal mitsingen möchte, sei jederzeit willkommen.
Nach dem gemeinsamen Volksgesang „Möge die Straße uns zusammenführen“ setzte die Gruppe Jericho das Konzert mit „Wo bist du, Gott?“, „Sound of Silence“ und „All das wünsch ich dir“ fort und präsentierte damit weitere Facetten ihres vielfältigen Fundus. Auch der Kirchenchor Zell ließ mit „He Has Done Marvellous Things“, „Schau auf die Welt“ und „Cantar“ nochmals aufhorchen. Zum krönenden Abschluss sangen die Konzertbesucher gemeinsam mit den Chören „Wer glaubt, ist nie allein“. Ein wunderbares würdevolles Jubiläumskonzert im herausragenden Jubiläumsjahr.
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- PG Wald-Zell
Im Rahmen des Pfarrjubiläums 700 Jahre Pfarrei Zell / 140 Jahre Pfarrkircher findet am 13. September 2026 um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche Zell ein Jubiläumskonzert statt.
Die Gestaltung übernehmen der Kirchenchor Zell und die Gruppe Jericho. Herzliche Einladung dazu an alle Pfarrangehörige und Interessierte.
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- Angelika Handl
Im Rahmen des 700-jährigen Pfarreijubiläums und 140-jährigen Geburtstages der Pfarrkirche Zell, lud Pastoralreferent Thomas Probst alle Interessierten zu einer Kapellenwanderung unter dem Leitwort „Mit Maria auf dem Lebensweg – Ihre Geschichte und mein Alltag“, ein. Ein paar Gläubige folgten der Einladung und machten sich gemeinsam auf den rund 4,5 Kilometer langen Weg, um an fünf Stationen das Leben Marias zu betrachten und Impulse für den eigenen Glaubensweg zu erhalten.
Ausgangspunkt war die Kapelle im Pfarrgarten, die an den früheren Standort der alten Pfarrkirche erinnert. Von dort führte die Wanderung zur Kapelle der Familie Schwarzfischer nach Zellmühle. Weiter ging es über den Zellmühlberg nach Woppmannsberg, wo an eine alte Überlieferung erinnert wurde: „Einst sollte die Marienfigur vorübergehend nach Marienstein gebracht werden. Zwei kräftige Pferde zogen den Wagen über den Zellmühlberg hinauf, jedoch drehte sich die Muttergottes um und blickte auf Zell zurück. Es gelang den Zugtieren nicht mehr, den Wagen weiterzuziehen. Obwohl zwei weitere, kräftige Pferde vor den Wagen gespannt wurden, schafften sie es nicht, die Muttergottes nach Marienstein abzutransportieren. Die Fuhrleute bekamen Angst und brachten die Heiligenfigur zurück nach Zell und stellten die Statue in die neue Pfarrkirche.“

Über Woppmannsberg erreichten die Teilnehmer sodann die Kapelle in Kiesried. Der letzte Abschnitt führte zurück nach Zell, zunächst zum Friedhof und schließlich in die Pfarrkirche, wo die Wanderung vor dem Marienaltar ihren Abschluss fand.
An allen fünf Stationen wurde gemeinsam gesungen, gebetet und aus der Heiligen Schrift gelesen. Pastoralreferent Thomas Probst gestaltete die einzelnen Wegstationen mit geistlichen Impulsen, die die Lebensgeschichte Marias mit den Herausforderungen und Erfahrungen des heutigen Alltags verbanden und zum persönlichen Nachdenken einluden.
Die Kapellenwanderung war ein weiterer gelungener Programmpunkt im Jubiläumsjahr der Pfarrei. Sie verband Bewegung in der Natur mit Besinnung, Gemeinschaft und gelebtem Glauben und fand bei den Teilnehmern großen Anklang.
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Eine lange Festplanung ging nun auf die Zielgerade. Mit einem festlichen Gottesdienst, zahlreichen Ehrengästen und einem geselligen Beisammensein feierte ganz Zell am Sonntag ihr großes Doppeljubiläum - das 700-jährige Bestehen der Pfarrei Zell sowie das 140-jährige Jubiläum der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Bischof Rudolf Voderholzer brachte das herrlichste Sommerwetter dazu mit nach Zell und würdigte die Bedeutung von Kirche und die Gemeinschaft. Bereits am frühen Sonntagmorgen trafen sich die Vereine am Zeltplatz beim Badeweiher, wo am Freitag eine erfreulich starke Anzahl an Helfern jeglichen Alters, im Nu, das Festzelt aufgestellt hatte.

Der Kirchenzug wurde angeführt von Zell´s Kirchenpfleger und Festleiter Johann Bräu und der Kirchenverwaltung. Gefolgt vom Festausschuss und der Ehrengäste aus kirchlichen und politischen Gremien schlossen sich die Vereine aus dem Gemeindebereich an. Auch der Pfarrgemeinderat aus Walderbach war vertreten. Für den richtigen Takt sorgte die Kapelle „Sunnreiber“ mit Chef Edi Hauser, die auch später im Festzelt für die musikalische Umrahmung sorgten. Vorbei an den gelb-weiß geschmückten Häusern erwartete die Kirchenbesucher ein beeindruckender Blumenteppich am Eingang des Gotteshauses.

Zum Lied „Ein Haus voll Glorie“ zog die Geistlichkeit mit 21 Ministranten aus der Pfarreiengemeinschaft in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ein. Pastoralreferent Thomas Probst, die ehemalige Pastoralreferentin Barbara Dirmeier, die ehemalige Gemeindereferentin Monika Kirchbuchner, Schwester Birgitta Handl, Diakon Klaus Schülein, Pater Alois Schwarzfischer SAC, Pfarrer Martin Neidl, Pfarrer Antony Koottummel, Pfarrvikar Tinu Nedumbakaran, Dekan Ralf Heidenreich und Bischof Rudolf Voderholzer zogen in die übervolle Kirche ein. Dekan Ralf Heidenreich hieß den Regensburger Bischof willkommen und dankte ihm für sein Kommen.

In seiner Predigt gratulierte Bischof Voderholzer der Pfarrgemeinde zum Doppeljubiläum und sagte, dass Kirchen wichtige Orte der Orientierung und Hoffnung seien. Hier werde erfahrbar, dass Gott die Menschen begleite und ihnen Halt gebe. Doch nicht nur die Kirche, sondern auch ein kleiner Ort wie Zell - eingerahmt von den Hügeln und Bergen des Bayerischen Waldes, manche sagen: „Weit ab vom Schuss sozusagen“ blieb nicht verschont von den großen Ereignissen der europäischen Geschichte. Die eigens zum Jubiläum herausgegebene Festschrift dokumentiere diese Erlebnisse eindrucksvoll. Der Kirchenchor Zell unter der Leitung von Michaela Kangler-Lang, der durch zwei Geigen und einen Cellospieler unterstützt wurde, ließ mit seinen feierlichen Darbietungen, aufhorchen. Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinschaft zurück zum Festzelt.

Am Pfarrhof sangen die Mädchen und Jungen des Hauses für Kinder für den Bischof und die Geistlichen zwei Liedern. Beim Zelt klatschten dann die Kindergartenkinder die Ehrengäste ins Festzelt. Festleiter Johann Bräu begrüßte die zahlreichen Besucher und dankte allen Helfern, die zum Gelingen des Jubiläums beigetragen hatten. Für das leibliche Wohl sorgte die Festküche von „Albi’s Grillschmankerl“ mit Spießbraten und weiteren Grill-Spezialitäten. Auch die große Auswahl an Kuchen und Torten fand regen Zuspruch. Für die jüngsten Gäste standen eine Hüpfburg und das weitläufige Gelände rund um den Badeweiher zur Verfügung. Auch das Schank-Team war auf Zack mit Getränken von Kauftreff Doktorowski.

Glückwünsche überbrachten zudem Bürgermeister Thomas Schwarzfischer und Bürgermeisterin Barbara Haimerl aus Wald. Beide betonten die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde, genauso würdigten sie die Arbeit der ehrenamtlich engagierten Männer und Frauen, die sich für den Glauben und das Leben im Ort einsetzen. Haimerl verwies dabei auch auf die enge Verbundenheit innerhalb der Pfarreiengemeinschaft.

Der stellvertretende Landrat und Bürgermeister von Cham, Martin Stoiber stellte in seinem Grußwort fest: „Traditionen und gelebter Glaube seien wichtige Werte, die auch an die kommenden Generationen weitergegeben werden müssten“, so Stoiber. Dieses Pfarrfest zeigt sichtbar – Zusammenhalt, Glaube, Gemeinschaft. Bei Musik, guten Gesprächen und bester Stimmung klang das Pfarrfest am Nachmittag gemütlich aus.


Info: Die Festschrift kann ab sofort immer dienstags im Pfarrbüro für 10 Euro erworben werden.
Zitat des Tages: Es ist eine gute Zusammenarbeit hier in Zell zwischen Kirche und Rathaus – „Don Camillo und Peppone - die können es miteinander aushalten“, sagte Bürgermeister Thomas Schwarzfischer augenzwinkernd in Richtung Dekan Heidenreich.
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Mit großer Freude konnte am Dienstagvormittag die druckfrische Festschrift zum Doppeljubiläum offiziell an Dekan Ralf Heidenreich und Festleiter Johann Bräu übergeben werden. Hinter dem Werk steckt eine enorme Gemeinschaftsleistung des sechsköpfigen Festschrift-Teams, das in monatelanger intensiver Arbeit eine beeindruckende Chronik geschaffen hat.
Die 236 Seiten starke Festschrift umfasst rund 250 Fotos und insgesamt 80 Beiträge der letzten 40 Jahre. Sie spiegelt eindrucksvoll die Geschichte, den Glauben sowie das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Zell wider. Bereits lange vor der eigentlichen Gestaltung begann die immens aufwendige Vorarbeit mit dem Sammeln historischer Bilder, dem Recherchieren alter Zeitungsberichte sowie zahlreichen Gesprächen und Nachfragen.
Unterstützt wurden Anna Stubenrauch, Karl Kotz, Konrad Weber, Thomas Probst, Antonia Kulzer und Angelika Handl dabei vom Pfarrbüro mit Caroline Humbs sowie von Margot Schwarzfischer, Andreas Meyer und Dr. Manuela Daschner. Großen Anteil am gelungenen Ergebnis hatte auch die Druckerei Schramm aus Wörth, die in der unkomplizierten wie netten Zusammenarbeit, mit Erfahrung und fachkundigen Tipps die Festschrift zusätzlich aufwertete.
Dekan Ralf Heidenreich zeigte sich bei der Übergabe sichtlich beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten. Er lobte besonders den zeitintensiven Einsatz des Teams, dass mit viel Herzblut ein wertvolles Erinnerungsstück über die Heimat Zell und ihre Kirche geschaffen habe.
Die Festschrift wird erstmals beim Pfarrfest am Sonntag, 7.6. durch das Festbüro verkauft. Der Preis beträgt 10 Euro. Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass die Druckkosten dadurch nicht vollständig gedeckt werden können. Deshalb gelte allen Sponsoren ein besonderer Dank, die im Vorfeld mit ihren Spenden zur Verwirklichung dieses besonderen Werkes beigetragen haben.




