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- Angelika Handl
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„Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein, der Anlass gibt, auf ein Vierteljahrhundert gemeinsamer Arbeit, lebendigen Glaubens und gelebter Tradition zurückzublicken. Der heilige Leonhard, der Schutzpatron des Vereins steht für Freiheit, Fürsorge und Solidarität. Diese Werte haben die Mitglieder stets motiviert und inspiriert“, lies der erste Vorsitzende Karl Kotz verlauten und besser könnte man das 25-jährige Bestehen mit der entsprechenden Festlichkeit, wohl nicht beschreiben.
Einen Tag nach dem Feiertag am frühen Abend, läuteten die Glocken der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Hetzenbach zu einem besonderen Festgottesdienst - zum Bestehen des Leonhardi-Vereins, der im Jahr 2000, genauer gesagt am 14.April 2000 als eingetragener Verein feststand. Dekan Ralf Heidenreich und Pfarrer Tinu Nedumbakaran zelebrierten die feierliche Messe. Der Projektchor aus Regensburg unter Leitung von Prorektor Markus Rupprecht von der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik (HfKM) umrahmte mit beeindruckenden Gesängen und ließen aufhorchen. Agnes Lanzl und Josefine Altmann von der Vorstandsriege brachten sich mit der Lesung und die Fürbitten in der Messe ein.
„Nach der Mess, die Mass“, heißt es so schön, deshalb zogen die Kirchenbesucher zum Gasthaus Lindenhof, wo die Wirtsfamilie Piendl, bereits mit einem guten Festessen auf die Ehrengäste und Vereinsmitglieder wartete.
Gestärkt ging man sogleich zur Jahreshauptversammlung über. Karl Kotz, der erste Vorsitzende freute sich bei der Begrüßung, über die große Beteiligung dieser würdigen Feierlichkeit. Sodann übernahm Schriftführerin Agnes Lanzl das Wort und verlas das Protokoll der letzten Versammlung. Beim Jahresbericht des Vorsitzenden Kotz kamen zahlreiche Veranstaltungen wie der Fasching am Rosenmontag und das Adventskonzert der Zeller Chöre, zur Sprache. Besonders wurde der Besuch von Diözesanbischof Voderholzer Anfang November 2024 aufgrund der vier Jubiläen (425 Wallfahrt zum heiligen Leonhard in Hetzenbach, 260 Jahre Wallfahrtskirche Hetzenbach, 25 Jahre Leonhardi-Verein und 10 Jahre Neugestaltung des Altarraums der Wallfahrtskirche) beleuchtet.
Der Bischofsbesuch war auch der Beginn des „Jubiläumsjahres“ des Vereins. Schließlich war am 19.November 1999 das erste Treffen, bei dem man über die Gründung des Leonhardi-Vereins diskutierte und letztendlich durch den „unermüdlichen Motor“ und „geistigen Urheber“ Bert Piendl, dem ehemaligen Wirt des Lindenhofs, auch beschlossen wurde. Derzeit hat der Verein 126 Mitglieder, wobei das jüngste Mitglied gerade mal 9 Jahre ist. In der Terminvorschau hörte man von der am Sonntag, 25.5. geplanten Maiandacht mit Prälat Bernhard Piendl beim Leonhardi-Kreuz, wenn es die Witterung zulässt. Für den Transport der Personen mit einem Kleinbus ist gesorgt. Bei schlechter Witterung wird in die Hetzenbacher Kirche ausgewichen. Die Andacht wird musikalisch von der Instrumentalgruppe „Reichenbacher Saitenklänge“ umrahmt. Abschließend ist Einkehr im Gasthaus Lindenhof vorgesehen. Das Pfingstfest feiert heuer das 50-Jährige Jubiläum. Den Kaffee- und Kuchenverkauf übernimmt hierzu wieder der Leonhardi-Verein. Um Unterstützung mit Küchel, Kuchen,-Torten, Kleingebäckspenden wird gebeten.
Ein weiterer wichtiger Termin wird am Sonntag, 6.Juli sein, denn da wird zum Gedenken an die feierliche Segnung des Leonhardi-Kreuzes vor zehn Jahren ein Waldgottesdienst gefeiert, zudem alle eingeladen sind. Der beliebte Leonhardi-Ausflug soll vom 26.-28.September stattfinden. Als Ziel wurde der Bodensee ausgewählt. Der Besuch des Leonhardi-Zentrums in Inchenhofen, eine Bodensee-Schifffahrt und eine Bergfahrt auf den Pfänder sind geplant. Die Nachfrage ist stets groß, darum ist eine rasche Anmeldung empfehlenswert. Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Josefine Altmann folgte. Sie gab detaillierte Einblicke in die Finanzen und die Kassenprüfer Florian Faltermeier und Christian Winkler bescheinigten ihr eine tadellose Arbeit. Die Kassiererin und die Vorstandschaft wurden einstimmig entlastet. Die Ehrung für Margot Schwarzfischer aus Zell für 10-jährige Vereinszugehörigkeit wird ihr persönlich nachgereicht, da sie entschuldigt fehlte.
Im Anschluss folgten die Grußworte der Ehrengäste. Bürgermeisterin Barbara Haimerl aus Wald, Rathauschef Thomas Schwarzfischer aus Zell und Dekan Ralf Heidenreich beglückwünschten den Verein und waren sich einig, dass die Mitglieder die enorme Wertschätzung für Traditionen wiedergeben. Für die Wallfahrtskirche und für die Gemeinde, sei es ein starkes Signal, dass nicht nur Männer und Frauen aus den Gemeinden Zell und Wald die Vereinstreue halten, sondern auch darüber hinaus. Der Zusammenhalt, das Kümmern, der Glaube und die Brauchtumspflege, gebe dem Ort Hetzenbach, eine gewisse Note. Dazu gab es ein „Vergelts Gott“ an die gesamte Vorstandschaft, denn sie seien die treibenden Kräfte, die stets mit vorbildlicher Arbeit, für dieses aktive Vereinsleben sorgen.
Am Ende wurde die lang ersehnte Festschrift an alle Anwesenden ausgeteilt. Seit vielen Wochen und Monaten haben Vereinsmitglieder ihre Zeit eingebracht um für das Jubiläumsfest eine umfassende und reich bebilderte Festschrift mit einer chronologischen Auflistung zur Geschichte und zum Wirken des Vereins zu erstellen. Federführend durch Karl Kotz, Hans Holzinger und Ludwig Wiesinger mit Bildmaterial von Günther Glitschenstein gestaltet. Die Festschrift kann bei Agnes Lanzl unter Tel.: 09463-323 und bei Josefine Altmann unter Tel.: 09436-2780, für 8 Euro erworben werden.
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„Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann.“
Am 1. Mai feierten in der Wallfahrtskirche Sankt Leonhard in Hetzenbach am Mittwochabend Dekan Ralf Heidenreich und Pfarrer Tinu Nedumbakaran die erste Maiandacht der Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell, traditionell mit anschließender Fahrzeugsegnung wie auch schon die Jahre zuvor.

Bei der Andacht wurde die Fürsprache der Gottesmutter erbeten und in den Fürbitten rief der Geistliche den Segen Gottes auf die Gottesdienstbesucher und Verkehrsteilnehmer herab, um sie vor Unglück zu bewahren.
Draußen vor der Kirche segnete Pfarrer Tinu Nedumbakaran die große Anzahl der vorbeifahrenden Autos, die Zweiräder und Buggys, für eine allzeit unfallfreie Fahrt.

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- Angelika Handl
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In der Wallfahrtskirche Sankt Leonhard in Hetzenbach, fand für alle Kinder der Pfarreiengemeinschaft Wald/Zell, traditionell am 28.Dezember, dem „Fest der unschuldigen Kinder“, die Kindersegnung statt. Dekan Ralf Heidenreich und Pfarrer Tinu begrüßten die zahlreichen Kinder und ihre Familien und freuten sich über die gut gefüllte Kirche.
„Habt ihr denn ewtas zu Weihnachten geschenkt bekommen?“, fragte der Dekan in die Kinderrunde und sprach weiter: „Gott hat uns ebenso etwas geschenkt, seinen Sohn Jesus Christus, den Retter. So zeigt er uns seine unendliche Liebe, die uns immer begleitet“.
Nach dem Evangelium und den Fürbitten wurden die vielen Kinder einzeln gesegnet. Während der Andacht spielte Sigrid Rothhammer auf ihrer Gitarre und begleitete die weihnachtlichen Lieder. Gesungen wurde "zu Betlehem geboren“, „ihr Kinderlein kommet“ und „Oh du fröhliche“.

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- Angelika Handl
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Wie es in einem Lied der Gruppe Jericho hieß: „Advent ist ein Leuchten, ein Licht in der Nacht“, so konnte man das wundervollen Adventskonzert beschreiben, zu dem der Leonhardi-Verein Hetzenbach vergangenen Freitag eingeladen hatte. Außerdem war der Gedenktag der heiligen Lucia wo es heißt: „An Sankt Lucia ist der Abend dem Morgen nah“ und so wird auch das Warten auf den Herrn kürzer, denn der Heilige Abend ist nicht mehr fern.
Wie passend diese Wartezeit bei Gesang und Besinnung zu verbringen. Als musikalische Akteure brachten der Kirchenchor Zell unter der Leitung von Michaela Kangler-Lang und die Gruppe Jericho mit der Leiterin Sigrid Rothhammer, adventliche und geistliche Lieder dar. Mit „Maria durch ein Dornwald ging“ fing die Darbietung in gedimmten Licht und Kerzenschein, an.
Obwohl noch ein paar Plätze in einzelnen Bänken frei waren, zeigten sich die Zuhörer erfreut. Vorsorglich hatten einige auch Decken dabei, denn die Hetzenbacher Kirche ist eben kalt. Aber das wissen die Einheimischen schließlich. Zwischen den beeindruckenden Gesangsstücken, wie „Transeamus“, „Rorate coeli desuper“, „Adventlicht“ und „Joy to the world“, wurden von verschiedenen Mitgliedern des Leonharid-Vereins, adventliche Meditationen vorgebracht, die zum Nachdenken anregten.
Nach einem kurzen Glockengeläut der Hetzenbacher Leonhardi Kirche, stimmten die Männer und Frauen aus beiden Sängergruppen das letzte Lied „Still sein und schweigen“ gemeinsam an, bei dem alle Anwesenden mitsingen konnten. Der erste Vorsitzende des Leonhardi-Vereins, Karl Kotz dankte abschließend allen Konzertbesuchern und vor allem den Sängern aus den Chören, die in der hektischen Vorweihnachtszeit, eine Stunde lang, Ruhe, Einkehr und Frieden gewährten.
Im Anschluss gesellte sich der Leonhardi-Verein und auch etliche Besucher in den „Lindenhof“, um bei der Adventsfeier bei gutem Essen und Gesprächen zu verweilen und den Damen der „Reichenbacher Saitenklänge“ zu lauschen.
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- Jakob Moro
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Vier Jubiläen beging Dorf Hetzenbach am vergangenen Sonntag - mit dabei Dr. Rudolf Voderholzer
„Sankt Leonhard, du Gottesmann, stimme ein in unser Lob, da unser heiliger ewiger Gott, dich über uns erhob! Du suchst Gott in der Einsamkeit, ganz nah, ist Gottes Gnad, durch dein Gebet errettest du, wenn Not ereilet hat. Du sorgst dich um Gefangene und lehrst sie Gottes Weg; sorgst dich um Tiere, Haus und Hof, lehrst uns Gebet und Pfleg. Du willst, dass wir von Kettenjoch und von der Sünde frei bei Gott einst stehn im Weltgericht und ewiges Heil uns sei“, – das sang der Kirchenchor aus Zell zu Beginn des feierlichen Festgottesdienstes gemeinsam mit den Kirchenbesuchern anlässlich Leonhardi am frühen Sonntagvormittag.
Pfarrer Ralf Heidenreich hieß den Bischof mit freundlichen Worten willkommen und sagte: „Schön, dass sie da sind. Herzlich willkommen, Herr Bischof.“ Vorher zogen die Geistlichen, Diözesanbischof Rudolf Voderholzer, Dekan Pfarrer Ralf Heidenreich, Prälat Bernhard Piendl, Pfarrvikar Pater Tinu, Pastoralreferent Thomas Probst mit 15 Ministranten aus der Pfarreiengemeinschaft Wald und Zell in die Kirche ein.
Vor dem Altar, der vor zehn Jahren den kirchlichen Segen bekam, standen die Körbe der Leonhardi-Brote, die nach dem Festgottesdienst Bischof Rudolf Voderholzer segnete und an die Viehbesitzer sowie nachmittags an die Reiterinnen und Reiter für ihre Pferde ausgeteilt wurden. Der Kirchenchor aus Zell umrahmte den feierlichen Gottesdienst mit der Messa alla settecento für Chor, Streicher und Orgel von Wolfram Menschik.

Gleich vier Jubiläen feierte das kaum 50 Einwohner zählende Dorf Hetzenbach in der Gemeinde Zell: 25 Jahre Gründung des Leonhardi-Vereins, der sich die Brauchtumspflege sowie den Erhalt der Jahrmärkte an Pfingsten und am Leonharditag zum Ziel gesetzt hat, ferner 425 Jahre Leonhardi-Prozession, 260 Jahre Wallfahrtskirche Hetzenbach und zehn Jahre Weihe des neuen Volksaltares in der Mitte der Wallfahrtskirche sowie der neuen Leonhardi-Kapelle (Unter dem Kirchturm wurde im ehemaligen „Läuthäusl“ eine kleine Kapelle mit der volkstümlichen Figurengruppe „Hl. Leonhard mit Ochse“ auf einem Sockel errichtet) im hinteren Teil des Wallfahrtskirche.
Was der Jubelverein, der Leonhardiverein, mit dem Vorsitzenden Karl Kotz, mit seinen rund 120 Mitgliedern auf die Beine stellte ist mehr als bemerkenswert. Am frühen Vormittag begann das Leonhardifest, dass alle Jahre Anfang November (6. November haben alle Leonhards Namenstag) gefeiert wird mit dem traditionellen weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Hetzenbacher Herbststandmarkt, dann begann der Gottesdienst mit Segnung der Leonhardibrote. Nachmittags segnete der Bischof die Kinder, ging durch das Dorf, suchte das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern, anschließend segnete er die Pferde, fuhr im Wagen des Leonhardi-Vereins rund um Hetzenbach, um anschließend weiter nach Schillertswiesen zu fahren, dort eine Andacht zu halten und anschließend im Feuerwehrhaus einzukehren und mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen.

Nach der Lesung aus dem Hebräer-Brief und dem Lukas-Evangelium hielt Bischof Rudolf Voderholzer eine überaus beeindruckende, einprägende Predigt. Im Mittelpunkt stand der heilige Leonhard, der Schutzpatron der Hetzenbacher Kirche. Bischof Dr. Voderholzer erläuterte die Aussagen aus dem Evangelium und der Lesung, ging dann auf die Hetzenbacher Kirche und sagte unter anderem: „Der heilige Leonhard ist ein gutes Beispiel für die Erfüllung der wichtigsten Gebote, Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Er lebte im sechsten Jahrhundert. Er lebte als Einsiedler. Er lebte für das Gebet und seiner Hände Arbeit.“
Während der heilige Leonhard in Frankreich als Schutzpatron der Gefangenen angerufen wird, von denen viele ungerecht verurteilt waren, auf seine Fürbitte befreit worden sind, wird er in Deutschland von den Landleuten als Schutzpatron gegen Krankheiten der Haustiere, der Pferde und Rinder verehrt. Er gründete das Kloster Noblac und starb als Abt am 6. November 559.




